JPBerlin.de bietet sichere E-Mail-Postfächer

Berlin, 10. September 2013 – Die aktuelle Affäre rund um die massive Ausspähung durch den amerikanischen Geheimdienst NSA hat deutlich gemacht, wie einfach und umfassend sich Profile einzelner Bürger anlegen lassen – und wie wichtig es ist, sich bestmöglich dagegen zu schützen. Für den Privatmensch beginnt der Schutz bei der eigenen E-Mail-Adresse und bei der Frage, wem man den Betrieb seines Postfachs eigentlich anvertraut.

Der Berliner Internet-Service-Provider „JPBerlin.de“ bietet seit über 15 Jahren konsequent alle Dienste verschlüsselt per SSL/TLS an. Die E-Mail-Dienste sind dabei schon länger über das neuerdings diskutierte Perfect Forward Secrecy (PFS) abgesichert, das den zur Zeit bestmöglichen Abhörschutz sichern soll.

  • Perfect Forward Secrecy (PFS) basiert auf der Idee, dass Client und Server ihre Kommunikation über einen zusätzlichen temporären Schlüssel absichern, der wechselt. Da der Verbindungsaufbau so gestrickt ist, dass der Schlüssel selbst gar nicht ausgetauscht werden muss, kann der jeweils benutzte Sitzungsschlüssel selbst auch nicht aufgezeichnet werden. Eine nachträgliche Entschlüsselung einer früher aufgezeichneten Session ist auch dann nicht mehr möglich, wenn ein Dritter  – zum Beispiel Polizei oder Geheimdienste – nachträglich in den Besitz des SSL/TLS-Schlüssels des Servers gelangt.

„In den letzten Wochen erhielten wir viele Anfragen irritierter Internet-Nutzer, die für Privat und Beruf sichere E-Mail-Postfächer suchen“, berichtet Peer Heinlein, Geschäftsführer des alternativen Providers „JPBerlin.de“. Schon seit 1989 werden hier Mail- und Webhosting mit besonderem Blick auf Privatsphäre und Datensicherheit angeboten. „Dass wir Kundendaten strikt privat lassen und nicht zu Werbezwecken auswerten oder weiterverkaufen ist vielen unserer Kunden ein paar Euro wert“, so Heinlein. Im Gegenzug bietet der Provider seine Dienste frei von Werbung an und punktet durch kompetenten technischen Support mit persönlichen Ansprechpartnern.

Auch die Nutzungsmöglichkeiten der JPBerlin können sich sehen lassen: Große Postfächer bieten auch Power-Usern ausreichend Reserven, Spam- und Virenschutz ist selbstverständlich. Kalender, Kontakte, Mailinglisten und das Hosting eigener Webseiten sind im Standard-Vertrag inklusive.

Im Zuge der aktuellen Entwicklung hat die JPBerlin nun auch das „1-Euro-Postfach“ ins Angebot aufgenommen. Privat- und Geschäftskunden, die einen sicheren Provider für eine einfache Mailadresse mit 1 GB Speicherplatz suchen, werden hier für einen Euro im Monat bestens versorgt.

Die Ursprünge der JPBerlin liegen über zwei Jahrzehnte zurück, alles begann mit einer Computer-Mailbox, einer 20 MByte Festplatte und einem Modem. Heute ist daraus ein großes Unternehmen geworden, das weit über 100.000 Postfächer betreibt. „Aus der Gründungszeit des Internet haben wir uns ein besonderes technisches Verständnis bewahrt. Datenschutz und Datenverschlüsselung waren damals weit selbstverständlicher als heute“, so Heinlein. Daher nutzt der Provider seit jeher für seine Datenübertragung entsprechende Verschlüsselungsverfahren – sofern andere Provider dies auch unterstützen. „Leider haben viele große Provider wenig Interesse daran, die Verbindungen der Kunden abhörsicher zu gestalten“, kritisiert Heinlein. Gründe hierfür seien der notwendige höhere Rechenaufwand, der für Groß-Provider durchaus spürbar ist. Aber auch polizeiliche Abhörmaßnahmen nach der deutschen Telekommunikationsüberwachungsverordnung (TKÜV) würden durch verschlüsselte Verbindungen teilweise erschwert. „Da gehen viele Provider den bequemen Weg und verzichten auf entsprechende Schutzmaßnahmen“, weiß Heinlein. Der 37jährige Geschäftsführer des Unternehmens kennt sich in der Branche aus und hat in den letzten Jahren diverse Standard-Bücher rund um E-Mail-Server veröffentlicht. Er berät als IT-Spezialist seit über 15 Jahren Unternehmen, Behörden und Provider rund um den Aufbau sicherer E-Mail-Server und kennt viele Provider-Systeme von Innen.